Kapazitätsbestellung

Die Kooperationsvereinbarung beschreibt genau den Prozess, wie Gasunie die Bestellanfrage bearbeitet. Der Besteller gibt im Bestellportal seine gewünschten Bestellkapazitäten im relevanten Bestellzeitraum an, wenn er sie an Gasunie übermittelt, stellt dies ein verbindliches Angebot zum Vertragsabschluss dar.

Abwicklung der Bestellanfrage

Für die Bestellung steht unseren Kunden das Portal der Gasunie Deutschland Transport Services GmbH unter dem folgenden Link zur Verfügung:

http://portal.gasunie.de/

Eine Registrierung für das Portal hat vorab ebenfalls unter dem oben genannten Link zu erfolgen. Die Vertragsbedingungen für die interne Bestellung des jeweiligen Bestelljahres finden Sie hier

Nach dem Stichtag 15. Juli hat Gasunie zehn Werktage Zeit, die Anfragen zu bearbeiten. Als Ergebnis gibt es zwei mögliche Antworten:

  • Status der Anfrage nach Überprüfung auf „vollständig gebucht“
  • Status der Anfrage nach Überprüfung auf „Einzelfallprüfung notwendig“

Bis zur Bestellhöhe, welche der Höhe der dauerhaft festen Kapazitäten aus dem Vorjahr entspricht, wird die Bestellung direkt in voller Höhe angenommen. Ist die Bestellung höher als die Menge der dauerhaft festen Kapazitäten im Vorjahr oder liegen für die Vergangenheit keine Werte vor, wird die Bestellung im Umfang der im Vorjahr dauerhaft fest bestätigten Kapazitäten angenommen, die darüber hinaus zusätzlich bestellten Kapazitäten werden zunächst abgelehnt. Die Anfrage erhält dann den Status „Einzelfallprüfung notwendig“. Über dieses Ergebnis informiert Gasunie den Besteller per E-Mail. Er kann das Ergebnis auch im Bestellportal abrufen.

Eine Einzelfallprüfung führt Gasunie immer dann durch, wenn die Anfrage des Bestellers nicht vollständig vergeben werden konnte. Interesse von Gasunie ist, dem Besteller die maximal mögliche angefragte feste Kapazität zu verschaffen. Die Einzelfallprüfung geschieht automatisch, der Besteller muss hierzu nichts weiter unternehmen. Sie wird in Höhe der abgelehnten Kapazität unter Berücksichtigung der bestätigten Kapazitätshöhe durchgeführt. GUD berücksichtigt bei ihrer Kapazitätsberechnung alle kapazitativ konkurrierenden Anfragen gleichwertig.

Eine endgültige Rückmeldung an den Besteller über das Ergebnis dieser Einzelfallprüfung erfolgt bis zum 15. Oktober eines Jahres.

Sollten die Einzelfallprüfung ergeben, dass auch die zunächst abgelehnten Kapazitäten dauerhaft fest bereitgestellt werden können, so werden diese automatisch eingebucht. Der Besteller wird per E-Mail benachrichtigt und kann das Ergebnis im Bestellportal abrufen. Weiter muss der nachgelagerte Netzbetreiber nichts tun.

Stehen die zunächst abgelehnten Kapazitäten allerdings auch nach der Einzelfallprüfung nicht auf dauerhaft fester Basis zur Verfügung, so wird ein neues Angebot für diese Kapazitäten im Portal bereitgestellt. Hierüber wird der Besteller per E-Mail informiert. Im Portal kann er die Details zu seiner Bestellung einsehen und akzeptieren.

Das bereitgestellte Angebot kann aus folgenden zwei Optionen oder einer beliebigen Kombination aus diesen bestehen:

  • Die zunächst abgelehnten Kapazitäten können für das kommende Bestelljahr auf befristet fester Basis bereitgestellt werden
  • Die zunächst abgelehnten Kapazitäten können lediglich auf unterbrechbarer Basis bereitgestellt werden.

Lehnt der Netzbetreiber das Angebot innerhalb von zehn Werktagen nicht vollständig oder anteilig ab, gilt es als angenommen.