Aktivitäten

Das Netz von Gasunie Deutschland ist ein wichtiger Bestandteil des insgesamt über 15.500 Kilometer langen Leitungsnetzes von Gasunie in den Niederlanden und in Deutschland. Es übernimmt die Funktion einer Gasdrehscheibe für Nordwest-Europa. Es verbindet Deutschland, den wichtigsten Erdgasmarkt Europas, mit allen großen internationalen und inländischen Aufkommensquellen.

Erdgas wird auch in den nächsten Jahrzehnten weiterhin einen großen Beitrag zur sicheren Energieversorgung in Deutschland und Europa leisten und ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg der Energiewende. In der Zukunft wird das in unserem Netz transportierte fossile Erdgas nach und nach durch CO2-neutrales, synthetisches Gas ersetzt. Auf dieser Basis ist die bereits bestehende Gasinfrastruktur in der Lage, einen bedeutenden und ökonomisch sinnvollen Beitrag für das Energiesystem von Morgen zu leisten.

Weiterführende Informationen

Infrastruktur sichert Gasversorgung in Deutschland und Europa

Derzeit wird durch Erdgas aus inländischer Produktion - die Förderstätten liegen überwiegend in Niedersachsen - sowie den Niederlanden mehr als ein Drittel des deutschen Erdgasaufkommens sichergestellt. Dieser Anteil muss aber in den nächsten anderthalb Jahrzehnten fast vollständig ersetzt werden. Grund dafür ist der natürliche Rückgang der deutschen Gas-Produktion. Auch in den großen niederländischen Erdgasfeldern sind die Fördermengen stark rückläufig. Voraussichtlich 2030 bezieht Deutschland kein niederländisches Erdgas mehr.

Neben Erdgas aus Norwegen wird schon heute ein großer Teil des deutschen und europäischen Erdgasbedarfs aus russischen Quellen gedeckt. Die Pipelines von Nord Stream 1 landen in Greifswald an. Von dort wird das Erdgas über die Nordeuropäische Erdgasleitung NEL in Richtungen Westen transportiert. An beiden Leitungen ist Gasunie beteiligt.

Der wichtigste Einsatzbereich von Erdgas in Deutschland ist der Wärmemarkt. Von ähnlich großer Bedeutung ist der Energiesektor. Bei der Stromerzeugung übernehmen flexible Erdgaskraftwerke den Ausgleich von Stromschwankungen aus erneuerbaren Energiequellen je nach Wetterlage und Jahreszeit. Und Erdgas als klimafreundlichste fossile Energie bietet deutliche Klima-Vorteile gegenüber dem Einsatz von Kohle bei der Stromerzeugung.

Unsere Marktrolle als Fernleitungsnetzbetreiber wird im Energiewirtschaftsgesetz beschrieben. Dieses verpflichtet uns ein sicheres, zuverlässiges und leistungsfähiges Energieversorgungsnetz zu betreiben und, soweit dies wirtschaftlich zumutbar ist, bedarfsgerecht auszubauen, damit wir dauerhaft die Nachfrage nach Transportdienstleistungen für Gas befriedigen können.

 

Marktraumumstellung – das größte Infrastrukturprojekt der deutschen Gaswirtschaft

Gasunie als Fernleitungsnetzbetreiber übernimmt einen aktiven Part bei der reibungslosen Umstellung von Markträumen. Dabei werden die Regionen Deutschlands, die heute noch mit Erdgas mit niedrigem Brennwert (L-Gas) versorgt werden, auf die Versorgung mit Erdgas, das über einen hohen Brennwert verfügt (H-Gas), umgestellt. Notwendig wird dies durch die abnehmende inländische Produktion von L-Gas sowie die rückläufigen L-Gas-Importe aus den Niederlanden. Insgesamt rund fünf Millionen Endgeräte bundesweit müssen in diesem Zusammenhang auf zukunftssicheres H-Gas umgestellt werden.  Das erste deutsche Versorgungsunternehmen, das im Rahmen des Projektes Marktraumumstellung auf H-Gas umgestellt wurde, waren 2015 die Stadtwerke Schneverdingen-Neuenkirchen im Netzbereich von Gasunie.

Weitere Informationen zu den Aktivitäten von Gasunie finden Sie hier.