Viertes Marktinformationspaket: Kernnetzbetreiber vereinheitlichen Reservierungsentgelt
Die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber veröffentlichen heute das vierte Marktinformationspaket und informieren über die aktuelle Entwicklung der Reservierungen im Wasserstoff-Kernnetz.
Mit dem vierten Marktinformationspaket kündigen die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber zudem die Einführung eines einheitlichen Reservierungsentgelts an. Für alle ab dem 05.11.2026 eingehenden Reservierungsanfragen wird das Reservierungsentgelt künftig einheitlich auf 1/25 des jeweils gültigen Hochlaufentgelts festgelegt. Damit schaffen die Netzbetreiber eine transparente und bundesweit einheitliche Grundlage für die Reservierung von Transportkapazitäten im Wasser-stoff-Kernnetz. Bestehende Vertragspartner erhalten zudem die Möglichkeit, für die verbleibende Vertragslaufzeit auf das neue Entgeltmodell umzustellen.
„Der Reservierungsprozess schreitet voran. Dass über immer mehr Regionen hinweg Kapazitäten nachgefragt werden, ist ein gutes Signal für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Mit dem neuen bundesweit einheitlichen Reservierungsentgelt schaffen die Kernnetzbetreiber transparente und verlässliche Rahmenbedingungen für die Kapazitätsreservierung.“ - Barbara Fischer, Geschäftsführerin FNB Gas
Marktinformation der Wasserstoff-Kernnetzbetreiber
Das vierte Marktinformationspaket enthält aktualisierte Informationen zu verfügbaren un reservierten Kapazitäten in den Angebotszonen und Clustern des Wasserstoff-Kernnetzes. Zum Stichtag 07.10.2026 wurden in den Clustern Ein- und Ausspeise-Kapazitäten in Höhe von über 6 GW und für den Clusterübergangstransport (CÜT) Kapazitäten in Höhe von über 0,5 GW vertraglich reserviert. Die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber werden den Markt auch künftig regelmäßig über die Entwicklung von Reservierungen, Kapazitäten und Infrastruktur informieren.
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Hyperlink – ein zentraler Baustein für die Dekarbonisierung der Industrie
Mit dem Projekt Hyperlink trägt Gasunie Deutschland etwa 10 Prozent zum Wasserstoff-Kernnetz, dem Grundgerüst für den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland, bei. Durch die Verbindung wichtiger Produktions-, Import- und Speicherstandorte mit großen Wirtschafsregionen unterstützen wir als starker Partner die Dekarbonisierung der Industrie. Die direkte Anbindung an die nationalen Wasserstoffnetze in Dänemark und den Niederlanden macht Hyperlink zudem zu einem wesentlichen Teil einer europäischen Wasserstoffinfrastruktur. Rund 70 Prozent von Hyperlink basieren auf dem Umbau bestehender Erdgasleitungen – eine nachhaltige Lösung, die wertvolle Ressourcen spart und eine schnellere Umsetzung ermöglicht. Bis Ende 2025 werden auf diese Weise bereits 190 km des Gasunie-Netzes auf den künftigen. Transport von Wasserstoff umgestellt sein.
Die Teilprojekte Hyperlink 1 und 2 sind Teil der Hy2Infra-Welle des IPCEI (Important Projects of Common European Interest). Die EU-Genehmigung wurde im Februar 2024 erteilt. Der Bund hat im Juli 2024 mit dem entsprechenden Zuwendungsbescheid grünes Licht gegeben. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung sowie die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation der Freien Hansestadt Bremen.
Gasunie Deutschland – full of new energy
Gasunie Deutschland Transport Services GmbH mit Sitz in Hannover ist verantwortlich für das Management, den Betrieb und den Ausbau eines rund 4.600 Kilometer langen Fernleitungsnetzes. Aufgrund seiner geographischen Lage übernimmt das insgesamt über 17.000 Kilometer lange Leitungsnetz der Gasunie in den Niederlanden und in Deutschland die Funktion einer Gasdrehscheibe für Nordwesteuropa. Gasunie Deutschland ist ein Tochterunternehmen der N.V. Nederlandse Gasunie. Als wichtiger Bestandteil des norddeutschen Erdgasnetzes leisten die Transporteinrichtungen der Gasunie einen wesentlichen Beitrag zur sicheren Gasversorgung in Deutschland und Europa. Gasunie treibt den Wasserstoffmarkt voran, indem sie Angebot und Nachfrage nach Wasserstoff miteinander verbindet und die notwendige Infrastruktur rechtzeitig zur Verfügung stellt. Auf diese Weise stärkt Gasunie die Energiewende.