Reservierung von Wasserstoff-Transportkapazitäten – Wasserstoff-Kernnetzbetreiber haben den koordinierten Kapazitätsreservierungsprozess gestartet
Um den Hochlauf des Wasserstoffmarkts weiter zu unterstützen und Marktteilnehmenden Investitions- und Planungssicherheit zu bieten, haben die Betreiber des Wasserstoff-Kernnetzes heute um 13:00 Uhr einen koordinierten Prozess zur Reservierung erster Wasserstoffkernnetzkapazitäten gestartet. Grundlage dafür ist die am 05.03.2026 erfolgte Veröffentlichung eines Marktinformationspakets, das über die Entwicklung des Wasserstoff-Kernnetzes in Form von Clustern und die darin verfügbaren Kapazitäten informiert und auf den Internetseiten der Wasserstoff-Kernnetzbetreiber abrufbar ist. Unternehmen können sich damit ab sofort die für ihre Lieferbeziehungen benötigten Ein- und Ausspeisekapazitäten frühzeitig sichern – ein wichtiger Beitrag zur Absicherung von Wasserstoffprojekten in Deutschland.
„Jetzt geht’s los. Der Aufbau des Wasserstoff-Kernnetzes schreitet voran. Mit dem Start des koordinierten Vermarktungsprozess für das Wasserstoff-Kernnetz erreichen wir eine wichtige nächste Stufe für die Entwicklung eines Wasserstoffmarktes in Deutschland und Europa.“, betont Barbara Fischer, Geschäftsführerin des FNB Gas.
Ab sofort können Kapazitäten auf Basis eines in der Branche abgestimmten Mustervertrages über ein standardisiertes Anfrageformular reserviert werden. Das Anfrageformular ist auf der Internetseite des jeweils für den Ein- oder Ausspeisepunkt zuständigen Wasserstoff-Kernnetzbetreibers veröffentlicht. Grundlage für die Reservierung bilden die im ersten Schritt im Marktinformationspaket veröffentlichten Netz- und Kapazitätsstrukturen der Jahre 2026 bis 2030. Die Kapazitäts- und Clusterentwicklungen für die Folgejahre veröffentlichen die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber unter Berücksichtigung des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff. Mit dem Start des Kapazitätsreservierungsprozesses setzen die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber einen wichtigen Impuls für den grenzüberschreitenden Wasserstofftransport und den Markthochlauf in Deutschland. Er schafft einen verlässlichen Rahmen für den Aufbau von Lieferketten und die langfristige Investitionsplanung im europäischen Wasserstoffmarkt.
Formular zur Anfrage von Kapazitätsreservierungen im Wasserstoff-Kernnetz
Auf dieser Seite finden Sie den Link zum Formular zur Anfrage von Kapazitätsreservierungen im Wasserstoff-Kernnetz.
Über das Formular kann eine Anfrage für folgende Netzpunkttypen erfolgen:
Netzpunkttyp, der bei THE reserviert werden kann:
- Clusterübergreifender Transport (CÜT)
Netzpunkttypen, die bei den Wasserstoff-Kernnetzbetreibern (WKNB) reserviert werden können:
- Entnahmestelle zu Letztverbrauchern (NAP)
- Grenzübergabepunkt (GÜP)
- H₂-Terminal
- Inländische Produktionsanlage
- Wasserstoffspeicheranlage
Bitte wählen Sie den für Ihr Vorhaben passenden Netzpunkttyp aus und übermitteln Sie Ihre Anfrage über das bereitgestellte Formular. Eine verbindliche Anfrage kann ab dem 19. März 2026, 13:00:00 Uhr MEZ gestellt werden. Frühere Anfragen werden nicht berücksichtigt.
Parallel zur Bearbeitung der Anfrage wird eine Know-Your-Customer-Prüfung (KYC-Prüfung) durchgeführt.
Hinweis: Die ausgewiesenen Kapazitäten im Marktinformationspaket 2 stellen das initiale Kapazitätsgerüst auf Basis der in den Jahren 2026 bis 2029 in Betrieb genommenen Infrastruktur dar. Dieses ermöglicht in allen vom Wasserstoff-Kernnetz bereits erschlossenen Gebieten die Basis für einen Wasserstoff-Hochlauf. Das Kapazitätsgerüst wurde wegen der im Vorhinein unbekannten Verteilung und Verortung der Kapazitätsbedarfe unter konservativen Annahmen ermittelt. Im Rahmen der Marktentwicklung und der konkreten Verortung der Nachfragen kann sich das Kapazitätsgerüst in einem Cluster erhöhen. Es ist daher ausdrücklich vorgesehen und erwünscht, dass Anfragen gestellt werden, die das ausgewiesene Kapazitätsangebot in Angebotszonen und für clusterübergreifende Transporte überschreiten. Diese Anfragen werden durch die Netzbetreiber geprüft und können im Rahmen der Einzelfallprüfung zur bedarfsgerechten Neubewertung des Kapazitätsangebots führen. Für clusterübergreifende Transporte könnte sich hierdurch der Clearing-Preis reduzieren oder sogar entfallen, falls alle Anfragen derselben Zeitstunde bedient werden können.
Kontakt
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Hyperlink – ein zentraler Baustein für die Dekarbonisierung der Industrie
Mit dem Projekt Hyperlink trägt Gasunie Deutschland etwa 10 Prozent zum Wasserstoff-Kernnetz, dem Grundgerüst für den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland, bei. Durch die Verbindung wichtiger Produktions-, Import- und Speicherstandorte mit großen Wirtschafsregionen unterstützen wir als starker Partner die Dekarbonisierung der Industrie. Die direkte Anbindung an die nationalen Wasserstoffnetze in Dänemark und den Niederlanden macht Hyperlink zudem zu einem wesentlichen Teil einer europäischen Wasserstoffinfrastruktur. Rund 70 Prozent von Hyperlink basieren auf dem Umbau bestehender Erdgasleitungen – eine nachhaltige Lösung, die wertvolle Ressourcen spart und eine schnellere Umsetzung ermöglicht. Bis Ende 2025 werden auf diese Weise bereits 190 km des Gasunie-Netzes auf den künftigen. Transport von Wasserstoff umgestellt sein.
Die Teilprojekte Hyperlink 1 und 2 sind Teil der Hy2Infra-Welle des IPCEI (Important Projects of Common European Interest). Die EU-Genehmigung wurde im Februar 2024 erteilt. Der Bund hat im Juli 2024 mit dem entsprechenden Zuwendungsbescheid grünes Licht gegeben. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung sowie die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation der Freien Hansestadt Bremen.
Gasunie Deutschland – full of new energy
Gasunie Deutschland Transport Services GmbH mit Sitz in Hannover ist verantwortlich für das Management, den Betrieb und den Ausbau eines rund 4.600 Kilometer langen Fernleitungsnetzes. Aufgrund seiner geographischen Lage übernimmt das insgesamt über 17.000 Kilometer lange Leitungsnetz der Gasunie in den Niederlanden und in Deutschland die Funktion einer Gasdrehscheibe für Nordwesteuropa. Gasunie Deutschland ist ein Tochterunternehmen der N.V. Nederlandse Gasunie. Als wichtiger Bestandteil des norddeutschen Erdgasnetzes leisten die Transporteinrichtungen der Gasunie einen wesentlichen Beitrag zur sicheren Gasversorgung in Deutschland und Europa. Gasunie treibt den Wasserstoffmarkt voran, indem sie Angebot und Nachfrage nach Wasserstoff miteinander verbindet und die notwendige Infrastruktur rechtzeitig zur Verfügung stellt. Auf diese Weise stärkt Gasunie die Energiewende.