Kohleausstieg: Gasunie startet Trassenuntersuchungen für den Bau der neuen Pipeline in Richtung Wolfsburg

12 Okt 2018

In der kommenden Woche beginnen die Baugrunduntersuchungen im Verlauf der von Gasunie ins Auge gefassten Trasse für die geplante neue Erdgastransportleitung zwischen Braunschweig und Wolfsburg. Gasunie benötigt für den weiteren Planungs- und Genehmigungsprozess detaillierte Boden-Informationen. Untersucht werden Aufbau und Tragfähigkeit der Böden sowie aktuelle Grundwasserstände.

Die Arbeiten vor Ort nehmen in den meisten Fällen nicht mehr als einen halben Tag in Anspruch und sollen bis Ende des Jahres zum Abschluss gebracht werden. Die Untersuchung konzentriert sich dabei auf rund 100 Sondierungspunkte im Verlauf der etwa 30 Kilometer langen Leitungstrasse. Die Arbeiten finden von montags bis freitags in der Zeit zwischen 7 und 17 Uhr statt.

Bei den Untersuchungen kommen verschiedene Bohrer und Sonden zum Einsatz, die in Einzelfällen bis zu einer Tiefe von 50 Metern den Untergrund erkunden. „Die Ergebnisse der jetzt aufgenommenen Untersuchungen fließen in das Genehmigungsverfahren ein. So stellen wir sicher, dass der von uns vorgeschlagene Trassenverlauf auch in puncto Bodenbeschaffenheit alle Anforderungen erfüllt“, erklärt Gasunie-Projektleiter Alexander Maus. „Wir haben alle betroffenen Grundeigentümer und Nutzungsberechtigten vor Durchführung der Untersuchungen um Erlaubnis gebeten, die Flächen betreten zu dürfen - alle haben ihre Zustimmung erteilt. Unser Ziel ist, die Beeinflussung des Umfeldes durch die Arbeiten möglichst gering zu halten“.

Zum Projekt

Die geplante Erdgastransportleitung ist Bestandteil des Netzentwicklungsplans Gas 2018, der sich derzeit in der Abstimmung mit der Bundesnetzagentur befindet. Bereits im April 2018 hatte Gasunie auf Einladung des Regionalverbandes Großraum Braunschweig im Rahmen einer Antragskonferenz erstmals den geplanten Leitungsbau öffentlich vorgestellt. Die Inbetriebnahme der rund 30 Kilometer Leitung ist für Oktober 2021 vorgesehen. Sie schafft die Voraussetzung dafür, dass der VW-Konzern die beiden bestehenden Steinkohle-Kraftwerke, über die auch eine öffentliche Energieversorgung von Wolfsburg erfolgt, auf den CO2-ärmeren Energieträger Erdgas umstellen kann. Dadurch lassen sich jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

Weiterführende Informationen zum Projekt finden Sie hier.