Gasunie stellt Planung für neues Pipeline-Projekt in Niedersachsen vor

20 Apr 2018

Mit einer Antragskonferenz am 24. April 2018 in Braunschweig beginnen die genehmigungsrechtlichen Vorbereitungen für den Bau einer Erdgastransportleitung zwischen Braunschweig und Wolfsburg. Hierbei handelt es sich um ein wichtiges Gasinfrastruktur-Projekt in Niedersachen, das zu einer deutlichen Einsparung von CO2 führt.

Auf Einladung des Regionalverbandes Großraum Braunschweig stellt Gasunie als Vorhabenträgerin im Rahmen einer Antragskonferenz am 24. April 2018 erstmals den geplanten Leitungsbau vor. Dabei werden Vertreter von Behörden und Trägern öffentlicher Belange in einer frühen Phase über Details des Projektes sowie Suchräume für eine geeignete Trassenwahl informiert. Auf Grundlage der Ergebnisse der Antragskonferenz entscheidet der Regionalverband im Anschluss über die Notwendigkeit der Durchführung eines Raumordnungsverfahrens. An das Raumordnungsverfahren schließt sich im späteren Verlauf ein Planfeststellungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung an, mit dem der genaue Verlauf der Leitungstrasse im Detail untersucht und beschrieben wird. Die Genehmigung für den Bau der Pipeline wird im Herbst 2020 erwartet. Die Inbetriebnahme der Leitung ist für Oktober 2021 vorgesehen.

Die rund 30 Kilometer lange Erdgastransportleitung (Durchmesser 40 cm) zwischen der Gasunie-Station Walle (Landkreis Braunschweig) und dem VW-Werk in Wolfsburg soll überwiegend parallel zu einer bestehenden Gashochdruckleitung verlaufen. Sie schafft die Voraussetzung dafür, dass der VW-Konzern die beiden bestehenden Steinkohle-Kraftwerke, über die auch eine öffentliche Energieversorgung von Wolfsburg erfolgt, modernisieren und auf den CO2-ärmeren Energieträger Erdgas umstellen kann. Nach Angaben von VW lassen sich dadurch jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

„Als Gasinfrastruktur-Betreiber unterstützen wir das Vorhaben des VW-Konzerns, einen nachhaltigen Beitrag zur Entlastung der Umwelt durch die Umstellung der Kohlekraftwerke zu leisten. Wir sind davon überzeugt, dass die Gasinfrastruktur auch zukünftig eine wichtige Rolle bei der Umstellung Deutschlands auf eine CO2-arme Energieversorgung spielen wird“, so Gasunie-Projektleiter Alexander Maus zur Bedeutung der neuen Pipeline. Das Projekt ist Bestandteil des Netzentwicklungsplans Gas 2018 – 2028, der sich derzeit in der Abstimmung mit der Bundesnetzagentur befindet.