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Gasunie Deutschland und Energinet vertiefen Zusammenarbeit für länderübergreifende Transportinfrastruktur für Wasserstoff

Gasunie Deutschland und Energinet haben ein Joint Development Agreement (JDA) abgeschlossen, das ihr gemeinsames Engagement für den Aufbau einer länderübergreifenden Wasserstoffinfrastruktur zwischen Dänemark und Deutschland bekräftigt. Die Vereinbarung stellt einen wichtigen Schritt dar, um den großflächigen Transport von grünem Wasserstoff nach Deutschland zu ermöglichen und die Umstellung auf ein klimaneutrales Energiesystem in Europa zu unterstützen.

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Herstellung der Verbindung zwischen Hyperlink, dem Wasserstoffnetz von Gasunie Deutschland, und dem dänischen Hydrogen Backbone 1 von Energinet. Auf diese Weise wird eine Verbindung der Wasserstoffnetze beider Länder geschaffen, die einen diskriminierungsfreien Zugang für Dritte zum Wasserstofftransportnetz bietet und die Anbindung von Produktions- und Speicherstandorten sowie Verbrauchern an das europäische Wasserstoffnetz ermöglicht. Das gemeinsame Ziel ist es, mittelfristig eine Kapazität zwischen 3 und 4 GW zur Verfügung zu stellen.

„Die Vereinbarung mit Energinet ist der nächste wichtige Schritt für den gemeinsamen Aufbau eines europäischen Transportnetzes für Wasserstoff“, erklärt Britta van Boven, Geschäftsführerin von Gasunie Deutschland. „Importe aus Dänemark sind von entscheidender Bedeutung, um den erwarteten Bedarf an grünem Wasserstoff in Deutschland und Europa zu decken. Dies gilt insbesondere für die Versorgung energieintensiver Industrien. Dieses klare Commitment bildet eine Grundlage, um unser Projekt Hyperlink in Nordwestdeutschland weiterzuentwickeln und ist ein starkes Signal an den Markt – gerade auch im Hinblick auf den koordinierten Kapazitätsreservierungsprozess, den die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber am 19. März starten werden.“

Marktorientierte Entwicklung und Kapazitätsbuchung

Ein zentrales Element des Joint Development Agreements ist die Vereinbarung eines marktbasierten Verfahrens zur Vermarktung und Reservierung von Transportkapazitäten, das auf Basis der erfassten Nachfrage nach grenzüberschreitenden Wasserstoffkapazitäten sicherstellt, dass sich getroffene Investitionen am tatsächlichen Marktbedarf orientieren.

Gasunie Deutschland wird dazu am 19. März 2026 gemeinsam mit den weiteren deutschen Wasserstoff-Kernnetzbetreibern einen koordinierten Kapazitätsreservierungsprozess starten. In Dänemark hat Energinet am 30. Januar 2026 die Vermarktung von Wasserstoffkapazitäten eröffnet. Am Verbindungspunkt ihrer Netze an der deutsch-dänischen Grenze stimmen beide Unternehmen ihre Angebote aufeinander ab.

Strukturierte Zusammenarbeit mit Ziel Betriebsstart Ende 2030

Durch die Vereinbarung schaffen Energinet und Gasunie Deutschland einen strukturierten Rahmen für ihre weitere Zusammenarbeit, zu dem unter anderem gemeinsame Steuerungsgremien, eine koordinierte technische und zeitliche Planung am Grenzübergangspunkt sowie ein enger Austausch mit den Behörden beider Länder zählen. Die Verantwortung für die Entwicklung, die Finanzierung und den Betrieb der nationalen Infrastrukturen verbleibt vollständig bei den jeweiligen Unternehmen.

Beide Parteien verfolgen – vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen und positiver Investitionsentscheidungen – das gemeinsame Ziel, bis Ende 2030 eine betriebsbereite, länderübergreifende Transportinfrastruktur für Wasserstoff zwischen Deutschland und Dänemark aufzubauen. Die Vereinbarung eröffnet zudem die Möglichkeit einer gemeinsamen Bewerbung um EU-Fördermittel im Rahmen der Connecting Europe Facility.