Winterausblick 2018/2019 veröffentlicht: Fernleitungsnetzbetreiber sichern mit Maßnahmen Verfügbarkeit von Gas zu jeder Zeit an jedem Ort

24 Okt 2018

Die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) haben heute zum dritten Mal ihren Ausblick auf den kommenden Winter veröffentlicht. Der Winterausblick 2018/2019 steht Ihnen auf der Website der Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber als Download zur Verfügung.

Der Winterausblick 2018/2019 ist durch eine weiter reduzierte L-Gas-Produktion in den Niederlanden sowie die weiterhin eingeschränkte Verfügbarkeit der Trans Europa Naturgas Pipeline (TENP) in Süddeutschland geprägt. Das technisch verfügbare Speichervolumen in den deutschen Gasspeichern entspricht dem des Vorjahres. Der aggregierte Füllstand der Speicher am deutschen Fernleitungsnetz ist jedoch derzeit niedriger als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Daher ergreifen die FNB schon zu Beginn des Winters alle notwendigen Maßnahmen zum Sichern des Transportsystems und der Verfügbarkeit von Gas zu jeder Zeit an jedem Ort.

Die neue Verordnung über Maßnahmen zur Gewährleistung der sicheren Gasversorgung (EU) 2017/1938 (SoS-Verordnung) sieht u. a. eine verstärkte risikobezogene Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten vor. Dabei zeigt sich die deutsche Gasversorgung als ausreichend flexibel aufgestellt. So stufen die FNB die weitere Verringerung der niederländischen L-Gasproduktion nach wiederholten Erdbeben in der Förderregion Groningen als unkritisch ein, da sich zum einen die Produktion am temperaturgeführten Bedarf orientiert. Zum anderen entlastet auch die im Zeitplan liegende Marktraumumstellung von L- auf H-Gas die Versorgungslage. Bis Ende 2018 werden kumuliert rund 270.000 Geräte auf H-Gas umgestellt sein. Allerdings minimiert die Reduktion die vorhandene Flexibilität.