Gasunie-Kunden verlangen dringend Kapazitätserweiterungen im deutschen und niederländischen Erdgas-Transportnetz

Gasunie-Kunden verlangen dringend Kapazitätserweiterungen im deutschen und niederländischen Erdgas-Transportnetz

Groningen, 09 Dezember 2009 | Press release

Um die Nachfrage ihrer Kunden nach mehr Erdgas-Transportkapazitäten befriedigen zu können, muss das Transportnetz der Gasunie in den Niederlanden und in Deutschland dringend ausgebaut werden. In den Niederlanden beläuft sich der Bedarf für zusätzliche Kapazitäten auf bis zu sieben Prozent. In Deutschland muss das Hochdrucknetz von Gasunie sogar um 40 Prozent erweitert werden. Um dieser Nachfrage entsprechen zu können, sind Investitionen von insgesamt ein bis zwei Milliarden Euro im Zeitraum von 2011 bis 2014 notwendig. Dies könnte ebenfalls beträchtliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt im Rohrleitungs- und Anlagenbau haben.

Die Angaben zum Kapazitätsausbau basieren auf den Ergebnissen der ersten Integrated Open Season, die kürzlich von den Netzbetreibern innerhalb des Gasunie-Konzerns - Gas Transport Services (GTS) aus den Niederlanden und der deutschen Gasunie Deutschland - durchgeführt wurden. Insgesamt 24 Gasversorgungs- und Gashandelsunternehmen haben verbindliche Kapazitätsverträge mit den Gasunie-Netzbetreibern abgeschlossen. Von diesen Kunden haben zwölf Unternehmen Kapazitäten sowohl im deutschen als auch im niederländischen Netz nachgefragt. Eine Anzahl an Kunden zeigte auch verstärktes Interesse an grenzüberschreitenden Transportkapazitäten. Rund 30 Prozent der Kunden im deutschen Teil des Gasunie-Netzes sind neue Marktteilnehmer.

Versorgungssicherheit

Jüngste Untersuchungen zum Gasmarkt zeigen eine kräftige Nachfrage nach Erdgas in der Europäischen Union sowie einen wachsenden Importbedarf. Die aktuelle Resonanz auf die Integrated Open Season unterstreicht diese Ergebnisse. Das strategisch günstig gelegene Transportnetz der Gasunie spielt eine wichtige Rolle für mehr Liquidität und Wettbewerb am Markt auch für Endkunden. Die nachgefragten zusätzlichen Kapazitäten werden benötigt, um neue Untergrundspeicher an das Transportnetz anzuschließen und um auf Veränderungen bei der Versorgung mit Erdgas aufgrund der sinkenden europäischen Eigenproduktion und beim Transittransport reagieren zu können. Sie ermöglichen ebenso einen vermehrten grenzüberschreitenden Handel und mehr internationalen Wettbewerb. Im Ergebnis leistet die Integrated Open Season einen wichtigen Beitrag zum Thema Versorgungssicherheit für die Zukunft. Von der Summe der durch Gasunie-Kunden nachgefragten neuen Kapazitäten an Ein- und Ausspeisepunkten im Gasunie-Transportsystem entfallen jeweils 50 Prozent auf das deutsche sowie das niederländische Netz.

Mehr Effizienz durch gebündelte Nachfrage

Auf der Basis dieser Kapazitätsbuchungen hat Gasunie jetzt technische Untersuchungen in die Wege geleitet, um ein kosteneffizientes Investitionsprogramm für Pipelines und Verdichterstationen zu entwickeln. Durch Bündelung der Kapazitätsnachfragen ihrer Kunden ist Gasunie in der Lage, einen Investitionsplan zu entwickeln, der die wirtschaftliche Effizienz maximiert und die Belastungen für das unmittelbare Umfeld vermindert. Für eine Investitionsentscheidung werden Baugenehmigungen der zuständigen Behörden und Zustimmungen durch die Regulierungsbehörde benötigt. Die finale Entscheidung ist für die zweite Hälfte 2010 geplant.

Investitionen dieser Art und in dieser Höhe müssen selbstverständlich auf wirtschaftlich solide Weise vorgenommen werden. In dieser Hinsicht geben die jüngsten Entwicklungen bei der Regulierung des Erdgastransportes in Deutschland Anlass zu ernster Besorgnis. Dies liegt hauptsächlich in der zu geringen erreichbaren Rendite für Netze begründet, auch im Vergleich mit anderen EU-Staaten. Gasunie steht in engem Kontakt mit den deutschen Behörden, um die regulatorischen Defizite zu identifizieren und zu beheben. So ist Gasunie in der Lage, zeitgerecht zu investieren, um auf diese Weise den Anforderungen aus dem Markt nachzukommen und Besorgnisse in Bezug auf die Versorgungssicherheit auszuräumen.

In den Niederlanden werden schon seit mehreren Jahren umfassende Aktivitäten zum Bau von Pipelines auf der Basis früherer Open Season-Verfahren durchgeführt. Diese haben eine Beschäftigung von rund 15.000 Arbeitnehmern zur Folge. Neue Investitionsprojekte, die auf der jetzigen Integrated Open Season basieren, könnten zu ähnlichen Beschäftigungseffekten führen.

PRESSEKONTAKT

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Gasunie Deutschland: Philipp v. Bergmann-Korn: +49 511 640607-2146

Über Gasunie

Gasunie ist ein europäisches Gasinfrastrukturunternehmen. Unser Netzwerk zählt zu den längsten Gastransporthochdrucknetzen in Europa und besteht aus mehr als 15.000 Kilometern Rohrleitungen in den Niederlanden und Norddeutschland, Dutzenden Anlagen und ungefähr 1.300 Gasempfangsstationen. Der jährliche Gasdurchsatz beträgt circa 125 Mrd. m³. Wir dienen dem allgemeinen Interesse in den Märkten, in denen wir aktiv sind und bemühen uns darum, Werte für alle Beteiligten zu schaffen.

Gasunie ist das erste Gastransportunternehmen mit einem grenzüberschreitenden Netz in Europa. Wir bieten unsere Transportdienste über unsere Tochterunternehmen Gas Transport Services B.V. (GTS) in den Niederlanden und Gasunie Deutschland in Deutschland an. Darüber hinaus bieten wir auch andere Dienstleistungen auf dem Gebiet von Gasinfrastruktur an, beispielsweise Gasspeicherung und LNG. Wir betrachten die Wünsche unserer Kunden als unsere wichtigste Triebfeder. Wir streben nach den höchsten Standards auf dem Gebiet von Sicherheit, Zuverlässigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit. Auch durch die Zuverlässigkeit und die strategische Lage des Gasunie-Transportnetzes in Hinsicht auf die wachsenden internationalen Gasflüsse spielt unsere Infrastruktur eine wichtige Rolle im Zentrum der nordwesteuropäischen „Gasdrehscheibe“.

Gasunie Deutschland mit Sitz in Hannover ist ein 100-prozentiges Gasunie-Tochterunternehmen und verantwortlich für das Management, den Betrieb und den Ausbau eines rund 3.100 Kilometer langen Fernleitungsnetzes in Norddeutschland. Gasunie Deutschland beschäftigt insgesamt über 230 Mitarbeiter. Aufgrund seiner geographischen Lage im Norden Deutschlands ist das Leitungsnetz der Gasunie Deutschland Teil der Gasdrehscheibe innerhalb der europäischen Erdgas-Transitleitungen.

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