ETL 178 Walle - Wolfsburg

30 Kilometer für den Kohleausstieg

Mit den aktuell laufenden Vorbereitungen für die Planung zum Bau einer rund 30 Kilometer langen Erdgastransportleitung zwischen Braunschweig und Wolfsburg schafft Gasunie die Voraussetzung dafür, dass der VW-Konzern seine beiden bestehenden Steinkohle-Kraftwerke am Standort Wolfsburg auf den CO2-ärmeren Energieträger Erdgas umstellen kann. Die Kraftwerke leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag für die öffentliche Energieversorgung vor Ort. Insgesamt lassen sich dadurch jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Da die vorhandene Infrastruktur die zukünftig benötigten zusätzlichen Transportkapazitäten nicht zur Verfügung stellen können, ist der Neubau einer zweiten, parallel verlaufenden Leitung zwischen Walle (Stadt Braunschweig) und Wolfsburg notwendig. Die Inbetriebnahme der Pipeline ist für Oktober 2021 vorgesehen.

Baugrunduntersuchung am Ilkerbruch

Vorbereitung des Genehmigungverfahrens

Nachdem von Seiten des Kraftwerkbetreibers ein Netzanschlussbegehren nach Gasnetzzugangsverordnung gestellt wurde, ist die Erdgastransportleitung zwischen Walle und Wolfsburg in den Netzentwicklungsplan Gas 2018 aufgenommen und Ende 2018 von der Bundesnetzagentur veröffentlicht worden. Damit ist eine wesentliche Voraussetzung für die Realisierung dieses wichtigen Infrastrukturprojektes erfüllt.

Das Vorhaben befindet sich aktuell in der Phase der Vorbereitung des Genehmigungsverfahrens. Nachdem im April 2018 Gasunie auf Einladung des Regionalverbandes Großraum Braunschweig im Rahmen einer Antragskonferenz erstmals den geplanten Leitungsbau öffentlich vorgestellt hatte, ging es im Anschluss darum, die geeignete Trassenführung zu identifizieren. Um zu dieser Grobtrassierung zu gelangen, wurden Suchräume für den genauen Verlauf der Leitung identifiziert. Dazu gehören auch Baugrunduntersuchungen, die Aufschluss über die konkreten Bodenverhältnisse vor Ort geben

Zu den vorbereitenden Arbeiten, die zwischen Oktober 2018 und August 2020 stattfinden, gehören unter anderem

  • Archäologische Voruntersuchungen
  • Kampfmittelsondierungen und - falls notwendig - Räumungen
  • Kartierungen und sonstige Untersuchungen zur Umweltverträglichkeitsprüfung.

Erst wenn hinsichtlich der Trassenführung belastbare Informationen vorliegen, wird Gasunie Verhandlungen mit Grundstückseigentümern führen.

Raumordnungverfahren April bis September 2018
Verfahrensführende Behörde Regionalverband Großraum Braunschweig

- Antragskonferenz

24. April 2018

- Landesplanerische Stellungnahme

25. September 2018
   
Planfeststellungverfahren (gem. § 43 EnWG)  
Verfahrensführende Behörde Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Vorbereitung / Antragserstellung November 2018 - Juli 2019

- Antragskonferenz

20. November 2018

- Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung

26. November 2018
Verfahrensdurchführung August 2019 - Juli 2020

 

Dazu zählen Vereinbarungen mit dem Ziel, Rechte zum Bau, zum Betrieb und zur Unterhaltung einer Gashochdruckleitung zu erwerben. Diese Phase wird begleitet durch frühzeitige Informationsveranstaltungen für die betroffenen Grundstückseigentümer und Nutzungsberechtigten, auf denen umfänglich über Betroffenheiten, Bauweisen, Entschädigungsfragen und sonstige Themen berichtet wird. Bereits im November 2018 hat Gasunie auf einer ersten Veranstaltung über das Projekt berichtet und den Dialog mit Grundeigentümern gesucht. Kommunikation ist von Beginn an ein wichtiger Faktor bei der Umsetzung von Infrastrukturprojekten.

    

Hier finden Sie den aktuellen Planungsstand zur Trassenführung

Beschafferprofil

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Ihre Ansprechpartner

Wenn Sie Fragen zum Ausbau unserer Gasinfrastruktur im Bereich Wolfsburg haben, wenden Sie sich bitte an unseren Projektmanager.

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