Gasunie: Kein weiteres Interesse an Thyssengas-Netz

Regulierung hat das Investitionsklima in Deutschland „unberechenbar“ gemacht

Gasunie hat heute angekündigt, sich aus der Kooperation mit dem Stadtwerke-Konsortium zurückzuziehen, das beabsichtigt, ein gemeinsames Gebot für das Thyssengas-Netz abgeben zu wollen, wenn dieses von RWE verkauft wird. Auf Grund der derzeitigen nationalen Regulierung der Erdgasinfrastruktur in Deutschland ist die Rendite für eine solche Investition in bestehende Pipeline-Netze jetzt unattraktiv für Gasunie geworden. Diese Entscheidung ist von Gasunie in Abstimmung mit dem Stadtwerke-Konsortium getroffen worden. 2009 hatte das Konsortium Gasunie eingeladen, sich daran zu beteiligen. Ziel sollte es sein, die Fähigkeiten des Konsortiums als effizienter Netzbetreiber zu verstärken. Gasunie wollte seine Kernkompetenz als einer der größten unabhängigen Betreiber für Erdgas-Hochdruckleitungen in Europa beisteuern.

Marcel Kramer, CEO der Gasunie: „Wir bedauern es, dass wir uns zurückziehen müssen, denn die Zusammenarbeit und die Diskussionen mit den Stadtwerken waren hervorragend. Wir mussten zu dem Ergebnis kommen, dass die erreichbare Rendite bei einem solchen regulierten Netzwerk in Deutschland zu niedrig ist, insbesondere wenn man sie mit dem Niveau vergleicht, das in anderen europäischen Ländern möglich ist. Hinzu kommt die wachsende Unsicherheit bei der weiteren regulatorischen Entwicklung, die zu dieser Entscheidung geführt hat.“


HINTERGRUND

Die Bereitschaft, eine Kooperation mit den Stadtwerken zu entwickeln, wurde am 2. Februar 2009 angekündigt.


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